Operative Leistungen

Hörverbessernde Implantationen

  • Cochlea Implantation

    Cochlea Implantation

    Elektronische Sinnesprothesen, die bei vollkommener Taubheit oder hochgradiger Schwerhörigkeit, ein nicht mehr funktionierendes Ohr ersetzen.

    Wer profitiert von einem Cochlea Implantat?

    • Taub geborene Kinder (prälinguale Taubheit) oder Patienten die sprechen können bevor sie ertauben (postlinguale Taubheit).
    • Während es bei taub geborenen Kindern wichtig ist die Operation so früh wie möglich, idealerweise im ersten Lebensjahr, durchzuführen, um die Reifung der zentralen Hörbahn zu ermöglichen, kann bei postlingual ertaubten Patienten die Behandlung jederzeit durchgeführt werden, da die Reifung der zentralen Hörbahn bereits abgeschlossen ist.

    Wie funktioniert ein Cochlea Implantat?

    Hinter dem Ohr liegender Außenteil, der wie ein Hörgerät getragen wird.
    Außenteil
    Im Kochen befestigtes Implantat, mit Elektrode die bis in die Cochlea reicht.
    Implantat mit Elektrode
    • Es handelt sich hierbei um einen Neurostimulator, der den Hörnerv direkt anregt. Die dadurch ausgelösten Nervenimpulse ähneln denen hörgesunder Menschen.
    • Ein solches Implantat besteht im Wesentlichen aus 2 Teilen: Einem hinter dem Ohr getragenen Außenteil und dem eigentlichen Implantat mit Elektrode, welches sich im Knochen, hinter dem Ohr befindet und sich bis ins Innenohr erstreckt.

    Wie verläuft der Eingriff?

    • Die Operation wird unter Allgemeinnarkose durchgeführt und dauert etwa 1-2 Stunden.
    • Nach einem Hautschnitt wird hinter dem Ohr ein Bett für das Implantat in den Knochen gefräst und die Implantatelektrode in das nicht mehr funktionierende Innenohr eingeführt. Hierfür stehen je nach den individuellen Notwendigkeiten des Patienten unterschiedliche Elektroden zur Verfügung.
    • Es handelt sich hierbei um einen sehr sicheren Eingriff: Bei den mehr als 300 von mir durchgeführten Implantationen, gab es bisher keine schweren Komplikationen.

    Resultat der Operation

    • Implantierten Personen ist es sofort nach der Operation wieder möglich Geräusche wie z.B. das Läuten einer Türklingel wahrzunehmen.
    • Langfristig gilt es aber ein gutes Sprachverständnis zu erlangen, unabhängig davon ob die Unterhaltung von Angesicht zu Angesicht oder via Telefon stattfindet. Um diesen Fortschritt zu erreichen ist postoperativ eine individuell angepasste Hörrehabilitation erforderlich.
  • Teilimplantierbare Hörsysteme

    Teili­mplantier­bare Hör­systeme

    Operative Möglichkeit, die durch aktive Mittelohrimplantate, die Hörleistung bei Innenohrschwerhörigkeit, Schallleitungs- oder kombiniertem Hörverlust verbessert.

    Wer profitiert von einem teilimplantierbaren Hörgerät?

    • Patienten, die konventionelle Hörgeräte nicht vertragen. Dies äußert sich durch wiederkehrende Gehörgangsentzündungen oder Sekretbildung.
    • Menschen für die, die Hörleistung und Hörqualität, konventioneller Hörgeräte, nicht mehr ausreichend ist.

    Wie funktioniert ein teilimplantierbares Hörgerät?

    Bild zeigt Schema eines teilimplantierten Hörsystems mit externem Audioprozessor und dem eigentlichen Implantat
    Teilimplantiertes Hörsystem
    • Schallwellen werden von einem extern, hinter dem Ohr befindlichen Audio Prozessor in ein elektrisches Signal übersetzt.
    • Dieses Signal wird dann im eigentlichen Implantat in Vibrationen umgewandelt. Dafür verantwortlich ist eine kleine Goldspule, der sogenannte Floating Mass Transducer (FMT), welcher mit der Gehörknöchelkette gekoppelt ist.
    • Diese Vibrationen werden nun in der Cochlea weiterverarbeitet und vom Patienten als Geräusch oder Stimme wahrgenommen.

    Wie verläuft der Eingriff?

    • Dieses knochenverankerte Hörsystem wird unter Allgemeinnarkose im Knochen hinter der Ohrmuschel eingesetzt.
    • Von dort wird eine Verbindungselektrode zum Mittelohr geführt und der am Ende befestigte FMT an einem der Gehörknöchelchen fixiert. Die Signalverstärkung erfolgt also direkt im Mittelohr.

    Resultat der Operation

    • Deutlich verbesserte Hörleistung, auch bei Patienten, für die konventionelle Hörgeräte keine Option sind. Durch einen solchen Eingriff wird nicht nur die Hörleistung verbessert, durch das Freibleiben des Gehörganges profitiert der Patient auch von einer angenehmeren Hörempfindung im Vergleich zu konventionellen Hörgeräten.
    • Zudem sind solche Implantat-Lösungen, durch die geringe Größe (ca. 30 mm Durchmesser) des magnetisch haftenden Außenteils, kaum sichtbar. Er wird hinter dem Ohr platziert und kann somit gut von der Frisur kaschiert werden.