Leistungen

Hörverbessernde Operationen

  • Tympanoplastik (Mittelohroperation)

    Tympano­plastik (Mittelohr­operation)

    Eingriff im Bereich des Ohres, bei dem Trommelfell und Gehörknöchelchen wiederhergestellt werden.

    Wer profitiert von einer Tympanoplastik?

    Bei gesunden Patienten ist beim Bilck in das Ohr, ein vollständig geschlossenes Trommelfell erkennbar
    Gesundes Trommelfell
    Bei Patienten die unter einer chronischen Mittelohrentzündung leiden, ist oft eine Trommelfellperforation die Folge.
    Perforiertes Trommelfell
    • Patienten die an chronischer Mittelohrentzündung leiden. Da diese zu einer partiellen Zerstörung des Trommelfells (Trommelfellperforation) führen kann.
    • In weiterer Folge kommt es häufig auch zu Unterbrechungen im Bereich der Gehörknöchelchen (Hammer, Amboss und Steigbügel).
    • Menschen die an den Folgen eines Cholesteatoms (gefährliche Form der chronischen Mittelohrentzündung) leiden. Um daraus resultierende Komplikationen wie bleibende Hörschäden, Hirnhautentzündungen und Hirnabszesse zu verhindern, ist eine Tympanoplastik zwingend notwendig.

    Wie verläuft der Eingriff?

    Amboss wird durch mechanische Bearbeitung wieder in die richtige Form gebracht.
    Amboss-Interposition
    Titanimplantat ersetzt den Amboss.
    Titanprothese
    • Um die Funktion des Mittelohrs wiederherzustellen, können sowohl Trommelfell als auch die Gehörknöchelchen rekonstruiert werden. Dazu kommen im Fall des Trommelfells Muskelhaut (Fascie) oder Knorpel zum Einsatz, wohingegen Hammer, Amboss und Steigbügel entweder mechanisch in die richtige Form gebracht (z.B. via Amboss-Interposition) oder durch Titanprothesen ersetzt werden.
    • Der Eingriff wird unter Allgemeinnarkose durchgeführt, außer es handelt sich nur um eine minimale Perforation des Trommelfells. In diesem Fall ist auch ein Eingriff unter örtlicher Betäubung möglich.

    Resultat der Operation

    • Eine erfolgreiche Tympanoplastik führt, abhängig von Schweregrad und Dauer der Mittelohrentzündung, zu einer deutlichen Hörverbesserung.
    • Durch die Verwendung von ausgedünntem Knorpel der eigenen Ohrmuschel, zur Trommelfellrekonstruktion wurde die Erfolgsquote für einen bleibenden Trommelfellverschluss von 60 % (Muskelfaszie) auf über 90 % erhöht.
    • Falls der Eingriff auf Grund eines Cholesteatoms stattfand, kann trotz radikaler Entfernung des Gewebes unmittelbar nach dem Eingriff oder zeitlich verzögert (nach ca. einem Jahr) eine „second-look Operation“ erforderlich sein.
  • Stapesplastik (Steigbügeloperation)

    Stapesplastik (Steigbügeloperation)

    Eingriff im Bereich des Ohres, bei dem der nicht mehr korrekt arbeitende Steigbügel (Stapes) ersetzt wird.

    Wer profitiert von einer Stapesplastik?

    • Patienten, deren Schwerhörigkeit Otosklerose bedingt ist. Die dabei auftretenden Knochenumbauprozesse bewirken eine Fixierung des Steigbügels und somit eine zunehmende Schallleitungsschwerhörigkeit.

    Wie funktioniert ein Steigbügelimplantat?

    • Das eingesetzte Implantat, genannt Piston, mit einer Abmessung von circa 0,4 mm x 4,5 mm ersetzt den körpereigenen Steigbügel, wodurch die Schwingungsfähigkeit der Gehörknöchelchenkette wiederhergestellt wird.

    Wie verläuft der Eingriff?

    Eingesetzte Steigbügelprothese aus Platin und Teflon
    Platin-Teflon-Piston
    • Der rund einstündige Eingriff findet unter Allgemeinnarkose statt. Dabei wird zu Beginn das Trommelfell nach vorne weggeklappt um Sicht auf die Gehörknöchelkette zu bekommen.
    • Anschließend wir der obere Teil des Steigbügels komplett entfernt und dessen Fußplatte mit einem CO2 -Laser auf 0,6 mm perforiert. Nachfolgend wird die Pistonprothese am langen Ambossschenkel (Crus longum) befestigt und in die Fußplattenperforation eingeführt.

    Resultat der Operation

    Hörverlust wird durch Eingriff deutlich minimiert. Bei tiefen Frequenzen beträgt er rund 10 dB (vorher rund 70 dB) und bei höheren nur mehr rund 5 dB (vorher zwischen 30 dB und 50 dB).
    Resultat eines Hörtests vor (links) bzw. nach (rechts) dem Eingriff.
    • Durch exakte Vermessung des Mittelohres wird jedem Patienten eine exakt passende Pistonprothese (es stehen Längen von 4,25 mm bis 5,0 mm zur Verfügung) in die Gehörknöchelchenkette eingepasst, um deren Schwingungsfähigkeit wiederherzustellen und somit die Hörleistung zu verbessern.
    • Vergleicht man die hier gezeigten Resultate der Hörtests vor (präoperativ) und nach (postoperativ) dem Eingriff, zeigt sich ein deutlich minimierter Hörverlust im gesamten Frequenzspektrum.
    • Bei tiefen Tönen kommt es nur mehr zu einem Hörverlust von rund 10 dB (präoperativ wurden bis zu 70 dB gemessen), während höhere Frequenzen nur mehr mit einer Dämpfung von rund 5 dB wahrgenommen werden (präoperativ kam es hier zu einem Verlust von 30 dB bis 50 dB).